Artikel über die einfache Dorferneuerung in Traunfeld in Mittelbayerische

Auszug aus dem Artikel „Viele Ideen für das neue Traunfeld“,   Mittelbayerische vom 05.03.2019

„Viele Ideen für das neue Traunfeld

Die Dorferneuerung in dem Ort startete mit einer Begehung. Zu den Vorschlägen zählte auch eine Kneippanlage.

Die Teilnehmer bei der Ortsbegehung in Traunfeld hatten zahlreiche Verbesserungsvorschläge. Foto: Hans-Jürgen Hennig
Die Teilnehmer bei der Ortsbegehung in Traunfeld hatten zahlreiche Verbesserungsvorschläge. Foto: Hans-Jürgen Hennig

Alles beginnt einmal mit einem „ersten Schritt“, so auch die Dorferneuerung von Traunfeld. Am Freitag um 14 Uhr trafen sich interessierte Bürger, Bürgermeister Ludwig Lang, die Markträte Robert Kölbl, Reinhard Meier, Anton Preißl und Erwin Spitz zu einem Rundgang durch den Ort Traunfeld. Mit von der Partie waren auch Stefanie Singer vom Amt für Ländliche Entwicklung und Daniela Reichl vom Planungsbüro Neidl.

Ziel dieses großen Treffens war es, vor Ort möglichst viele wichtige Punkte von Traunfeld zu besichtigen, aus denen später Ideen und Maßnahmen resultieren können, die Traunfeld schöner und attraktiver machen oder auch helfen, bestehende Unzulänglichkeiten zu beseitigen. Die Gruppe von etwa 20 Interessenten startete ihren Rundgang auf dem Platz vor der Kirche, die Führung hatte Marktrat Robert Kölbl, der sich als Anwohner von Traunfeld bestens auskannte.

Gleich an der Kirchenmauer und der etwas schwierigen Straßenführung am Kirchplatz gab es von mehreren Seiten Hinweise zu eventuellen Veränderungen, auch vom OGV. Angesprochen wurden eine pflegeleichtere Bepflanzung der gesamten Kirchenmauer und auch die Nutzung des kleinen Gebäudes (Gemeindehaus) für zukünftige Jugendarbeit, in dem aber dann noch sanitären Einrichtungen eingebaut werden müssten.

 Der Bürgermeister erläuterte kurz den finanziellen Rahmen, der der Gemeinde zur Verfügung steht. Er sagte, dass für die Dorferneuerung im Finanzplan 700000 Euro ausgewiesen seien, wovon 350000 Euro vom Amt für Ländliche Entwicklung kämen.

Vom Kirchplatz ging es weiter in die Bergstraße, in der sich auf der linken Seite ein Hang erstreckte, der nach Meinung der meisten Teilnehmer auch besser gestaltet werden müsste, weil er weder attraktiv noch pflegeleicht ist. Das anschließende alte, kleine Feuerwehrhaus wird jetzt als Geräteschuppen zum Beispiel für die Rasenmäher der Gemeinde genutzt und müsste renoviert werden. Gleich daneben sollte der Platz für die Glascontainer ebenfalls erneuert werden.

Ein weiterer interessanter Punkt war die kleine Kapelle, die unter zwei riesigen Bäumen steht. Hier zeigte sich ebenfalls Sanierungsbedarf, besonders am Dach. Die großen Bäume, die die Kapelle überschatten, müssen unbedingt auf ihre Standhaftigkeit untersucht werden, weil Neigungen von großen Ästen bemerkt wurden. Auch der Weg zur Kapelle könnte schöner gestaltet werden, beispielsweise mit Sträuchern, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen, so dass er zu einem Spaziergang einlädt.

Dass Traunfeld einen Sportplatz besitzt, an dessen Fußballfeld sich im Winter sogar eine kleine Eisbahn anschließt, sei schon eine gute Sache, fanden die Teilnehmer der Führung, aber gestalterisch ließe sich auch hier noch sehr viel machen, damit dieser Platz durch mehr Multifunktionalität an Attraktivität gewinnt.

Gehege für Kletterziegen
Direkt an der Hersbrucker Straße liegt ein dreieckiges Grundstück mit bizarren, großen Felsen, das zu nichts nutzbar scheint, aber es tauchte doch eine interessante Idee auf: Dieses Grundstück einzäunen und zu einem Gehege für ein paar kleine Kletterziegen machen. Verbunden mit der Idee eines Streichelzoos könnte das ein Anziehungspunkt werden, der auch Gäste aus der weiteren Umgebung nach Traunfeld lockt und somit auch einer Gastwirtschaft zusätzliche Gäste bringt. Am Rande der Hauptstraße befindet sich die Einfassung der Quelle, die das Bächlein in der Bachstraße speist. Hier bietet sich eine Umgestaltung regelrecht an. Ähnlich wie in Kastl könnte eine kleine Kneipanlage entstehen, wo Besucher an heißen Tagen ihre Füße ins kühle Nass halten können.

Kurz & knapp

  • Seminar: Die gewonnenen Eindrücke sind Thema bei einem Seminarr zur Dorferneuerung, das am 16. März stattfindet.
  • Ziel: Die Dorferneuerung soll Traunfeld schöner und attraktiver machen.“

 „Viele Ideen für das neue Traunfeld“,   Mittelbayerische vom 05.03.2019