Artikel über einfache Dorferneuerung Günching in Mittelbayerische

Auszug aus dem Artikel „Entwicklung weckt Interesse“,  Mittelbayerische

„Bei einem Rundgang durch Günching sprachen die Bürger vor der Dorferneuerung ihre Wünsche und Beschwerden aus.

Ein Großteil der Teilnehmer mit Bürgermeister Kraus vor dem Dorfhaus Foto: Andreas Friedl
Ein Großteil der Teilnehmer mit Bürgermeister Kraus vor dem Dorfhaus Foto: Andreas Friedl

Günching. Wie bereits mehrfach berichtet soll in Günching im Jahr 2020 mit der „Einfachen Dorferneuerung“ begonnen werden. Wie bei einigen Veranstaltungen zuvor zeigte es sich, dass die Günchinger Bürger großes Interesse an der Fortentwicklung ihres Wohnortes haben.

Mehr als 30 Einwohner trafen sich nach der Einladung durch die Stadt Velburg am Freitagnachmittag am Dorfhaus, das inzwischen, wie es eine Günchingerin sagte, ein sehr gut frequentierter Treffpunkt der Dorfgemeinschaft sei, um ihre Wünsche und Sorgen vorzubringen. So hieß Velburgs Bürgermeister Bernhard Kraus neben seinem Stellvertreter Klemens Meyer, den Stadtrat Michael Gruber, zwei Mitarbeiter des Amtes für ländliche Entwicklung (ALE), Stephanie Singer und Lukas Wiesner, sowie Anke Martin und David Neidl, vom Ingenieurbüro Neidl + Neidl willkommen.

„Wichtig, dass Sie, die Günchinger Bürger, hier sind“, sagte Kraus und sprach gleich den Platz vor dem Dorfhaus an, dem früheren Tennisheim: „Wichtig ist hier auch das Außenherum. Es geht heute nicht ums Detail. Wir wollen heute die Projekte aufnehmen“, und lobte in diesem Zusammenhang den Verein „Dorfgemeinschaft Günching“, der dem ehemaligen Tennisheim neues Leben einhauchte. Anschließend wies Stephanie Singer vom ALE auf das eintägige Seminar am 9. März hin, bei dem sie noch einen zusätzlichen Eindruck von Günching bekommen möchte.

Die erste Frage eines Bürgers ließ nicht lange auf sich warten: „Wie sieht es im Ort mit der Straßengestaltung aus und was ist hier zu realisieren?“ Ein anderer Teilnehmer legte den Wunsch nach, dass auch die Gehwege berücksichtigt werden sollten. „Diese beiden Sachen liegen im Entscheidungsbereich des Stadtrates“, sagte der Bürgermeister. An der Einmündung der Dürner Straße in die Krondorfer Straße ließ ein Bürger die Verantwortlichen wissen, dass hier in der Krondorfer Straße ein Gehweg nötig sei, da diese Örtlichkeit sehr viel von Schulkindern frequentiert werde. Stephanie Singer brachte den Vorschlag, eventuell eine zweite Schulbushaltestelle in Günching einzurichten. „Wenn die Günchinger Bürger dies möchten, sollten sie doch einen Antrag an den Stadtrat stellen“, ließ Kraus wissen.

Der nächste „Beratungsort“ war nördlich der Pfarrkirche beim Eingang zum Pfarrgarten. Was hier von Einwohnern konkret angesprochen wurde, war der desolate Zustand der kompletten Friedhofsmauer und die an der Nordseite gegebene Oberflächenwasserführung entlang dieses Bauwerkes. „Die Friedhofsmauer, hier oder auf der Südseite, kann man nicht mehr ansehen, und das Oberflächenwasser dringt ins Fundament der Lourdeskapelle ein“, so ein Bürger. Die Antwort von Bürgermeister Kraus lautete, dass die Friedhofsmauer auf Privat-, sprich auf Kirchengrund, stehe und daher in die Förderung für die Dorferneuerung nicht mit einbezogen werden könne. Gegebenenfalls könne wegen der Friedhofsmauer eine gemeinsame Sache zwischen Gemeinde und Pfarrei zustande kommen.

Eine weitere Beschwerde befasste sich mit beschädigten Gehwegen, vor allem der in der Hauptstraße gegenüber der Abzweigung nach Oberbuchfeld: „Große Fahrzeuge, die von Neumarkt her kommen und nach rechts in die Straße Richtung Oberbuchfeld abzweigen, müssen aufgrund der Örtlichkeit auf die Gegenfahrbahn und auf den dort befindlichen Gehweg ausweichen, beziehungsweise diesen befahren, und beschädigen den Fußgängerbereich dabei.“ „Nicht unbedingt eine schöne Örtlichkeit“ nannte ein Teilnehmer das Buswartehäuschen beim Kinderspielplatz. Zum einen stünden hier in unmittelbarer Nachbarschaft Entsorgungscontainer und der direkte Bereich vor dem Wartehäuschen sei auch „verbesserungswürdig“. Zudem sollte hier die 30-km/h-Beschränkung räumlich erweitert werden, um die Sicherheit der wartenden Kinder zu optimieren. Als auch nicht so optimal sei der beidseitige Bewuchs in der Schmiedgasse durch Hecken oder Unkraut.

  • Radweg: Bevor sich Kraus und die Verantwortlichen verabschiedeten, sprach ein Teilnehmer den fehlenden Radweg nach Neumarkt, den undichten Löschweiher und die doch zu verschönernden Trafogebäude an.
  • Wünsche: Weitere Themen, die die Bürger stark berühren, sind der Breitbandausbau und die zu schnell aus Richtung Neumarkt in den Ort einfahrenden Fahrzeuge.“

 „Entwicklung weckt Interesse“,  Mittelbayerische vom 26.02.2019