Artikel über Haus für Kinder in Fronberg in Onetz

Auszug aus dem Artikel  „Holzhaus für Kinder“,    Onetz, 25.06.2019

„Eine grüne Oase als Spielplatz: So planen die Architekten das neue Haus für Kinder in Fronberg. Der Bauausschuss ist von den Entwürfen begeistert.

Diese Visualisierung der Architekten zeigt die Fassade des neuen Hauses für Kinder in Fronberg. Links ist der Eingang zu sehen, rechts die Bushaltestelle. Der Bauausschuss zeigte sich vom Entwurf des Gebäudes in Holzrahmenbauweise sehr angetan.
 Es ist das nächste Millionenprojekt der Stadt für die Kinderbetreuung: Ein „Haus für Kinder“ in Fronberg gegenüber der Kebbel-Villa. Architekt Siegfried Knipl vom Büro Knipl, Pracht und Partner arbeitete den ersten Entwurf der Bauverwaltung weiter aus und stellte ihn am Montag dem Bauausschuss vor. Das Gremium empfahl dem Stadtrat den Entwurf einstimmig zum Beschluss. Die Baukosten liegen bei knapp 3,2 Millionen Euro, darin sind auch die Abbruchkosten für das bestehende Wohnhaus und den Stadel enthalten. Je zwei Kindergartengruppen (50 Plätze) und zwei Krippengruppen (24 Plätze) werden hier Platz finden (wir berichteten), Träger soll die AWO über die Eltern-Kind-Initiative (EKI) werden.

„Das schreit förmlich nach einem Holzbau“, sagte Architekt Knipl. Der Flachbau in Rahmenbauweise bekommt in der Mitte einen versetzten Giebelaufsatz als Oberlicht, der den Spielflur „als Rückgrat des Gebäudes“ (Knipl) und die großen Gruppenräume zusätzlich beleuchtet. Das Gebäude wird eine lebendige Riegel-Holzfassade prägen, mit bunten Fenstern zur Straße hin. Auch Stahl wird als Reminiszenz an die Eisenwerks-Tradition Fronbergs an der Fassade zum Einsatz kommen. Die Bushaltestelle soll barrierefrei ausgebaut werden, der Eingang zum Kinderhaus mit einem kleinen Vorplatz gestaltet. Die Einfahrt wird an der nördlichen Grenze sein. Auch vor der Fassade zur Straße hin wird begrünt. An der Straßenseite sind im Gebäude in erster Linie Verwaltungs- und Funktionsräume angeordnet. Die Gruppenräume orientieren sich zum großen Garten hin.

Der wird ein echtes Schmuckstück. Die großen Bäume auf dem Grundstück sollen bleiben und weitere Obstbäume gepflanzt werden. Bobby-Car-Rennbahn, großer Sandkasten mit Matschfläche, eine ausladende, beschattete Terrasse, Spielwiese, Spielgeräte, Kletterwand: Was Landschaftsplaner David Neidl vom gleichnamigen Planungsbüro vorstellte, dürfte Kinderaugen leuchten lassen und auch kritische Eltern überzeugen. Weil das Gelände in Richtung des dahinter liegenden ASV-Fußballplatzes um etwa 2,50 Meter abfällt, wird ein Teil der Terrasse beinahe an den Kronenrand der Bäume heranreichen. „Man ist auf der Terrasse schon im Baumhaus“, zeigte sich Marion Juniec-Möller (Grüne/AuGe) beeindruckt. „Hervorragend“ nannte Ferdi Eraslan (FW) den Entwurf, auch Jochen Glamsch (UW) fiel ins Lob mit ein: „Super Konzept.“ Franz Radlinger (CSU) und Alfred Braun (SPD) zeigten sich ebenfalls sehr angetan. Die Stadt rechne mit mindestens 40 bis 45 Prozent Zuschuss zu dem Vorhaben, erklärte Barbara Hellerbrand vom Hochbauamt. Mit etwas Glück sind auch 70 bis 80 Prozent drin: Zum entsprechenden, größeren Fördertopf sei das Projekt gemeldet, eine Zusage gebe es aber noch nicht.“

 „Holzhaus für Kinder“ , Onetz, 25.06.2019