Artikel über Kindertagesstätte in Fronberg in Mittelbayerische

Auszug aus dem Artikel  „Ein neues „Kinderhaus“ im Grünen„,    Mittelbayerische, 29.06.2019

„Die ersten Planungen für die neue Kindertagesstätte in Fronberg deuten auf einen großen Wurf. Fast schon enthusiastisch begrüßten die Mitglieder des Bauausschusses das Konzept, das Architekt Siegfried Knipl und Landschaftsarchitekt David Neidl vorstellten. Von einem „super Projekt für Fronberg“ sprach Stadtrat Ferdi Eraslan (Freie Wähler). Auch Alfred Braun (SPD) und Marion Juniec-Möller (Grüne) sparten nicht mit Lob.

Wie Siegfried Knipl vom Büro Knipl, Pracht und Partner erläuterte, nimmt der eingeschossige Kindergarten- und Krippenbau nahezu die gesamte Vorderfront des Grundstücks an der Fronberger Straße 44 ein. Doch die „sehr lange Fassade“ soll nicht eintönig wirken. Dafür sorgen laut Knipl unter anderem die Holzrahmenbauweise mit ihren versetzten Elementen, bunte Fenster unterschiedlicher Größe und ein Eingangsbereich, der wie ein kleiner Patio, also eine Art Innenhof, gestaltet ist. „Rückgrat des Ganzen“ ist ein zentraler Spielflur im Inneren des Gebäudekomplexes, der laut Knipl durch ein Oberlicht mit wechselnden Glas- und Blechelementen belichtet werden soll. Der Brandschutz ist in der neuen Kindertagesstätte kein großes Thema, denn jeder Raum verfügt über einen Fluchtweg nach draußen.

Die voraussichtlichen Kosten für das Gesamtprojekt bezifferte Knipl auf knapp 3,2 Millionen Euro – einschließlich Technik und Abriss des bestehenden Gebäudes. Davon entfallen laut Planung auf Bau und Außenanlagen knapp 2,6 Millionen Euro. Noch zu prüfen ist, ob sich Altlasten auf dem Gelände befinden, was sich natürlich auch auf die Kosten auswirken würde. Welcher Finanzierungsanteil tatsächlich auf die Stadt zukommt, lässt sich zurzeit noch nicht abschätzen. Denn bei einer durchaus denkbaren Förderung von 70 bis 80 Prozent gilt laut Barbara Hellerbrand, der Sachgebietsleiterin Hochbau bei der Stadt, das „Windhundprinzip“. Das heißt, die Fördertöpfe sind gedeckelt, und wer zuerst kommt, bekommt auch den Zuschlag.

Vor Herausforderungen stellte die Planer angesichts des um über zwei Meter abfallenden Geländes die Vorgabe, ein barrierefreies und integratives „Kinderhaus“ zu schaffen. Aber auch dafür haben die Architekten Lösungen ausgetüftelt.

Laut Landschaftsarchitekt David Neidl münden die Aufenthalts- und Speiseräume auf eine große Terrasse, die gleichsam „im Kronenansatz der Bäume“ im darunter liegenden Garten liegt. Abgegrenzt wird der Bereich durch eine Mauer, an deren Fundament Sitzstufen angeordnet sind. Ins tiefer liegende Gartengelände mit dem „tatsächlichen Spiel- und Aufenthaltsbereich“ führen Rampen; auch eine Bobbycar-Bahn ist für Neidl denkbar. Weitere kleine Terrassen bieten zusätzliche Spiel- und Rückzugsmöglichkeiten. Auf dem Spielgelände selber stellt sich der Landschaftsarchitekt kleine Wiesen, einen Sandkasten mit Wasser-Elementen und einen Bewegungs- und Aktionsbereich vor. Insgesamt soll hinter den Gebäuden auf diese Weise „ein Kindergarten im Grünen, eine kleine grüne Oase“ entstehen.

Auch die Einzäunung rund um das Gelände soll nach den Worten Neidls begrünt werden und auf diese Weise zugleich für einen effektiven Sichtschutz sorgen. An der Fassade ist ebenfalls eine Bepflanzung vorgesehen, den erforderlichen Sicherheitsabstand zu Radweg und Straße soll ein weiterer „Grünpuffer“ herstellen.

Am Ende gab es im Bauausschuss einen einstimmigen Empfehlungsbeschluss für die abschließende Entscheidung im Schwandorfer Stadtrat. Wenn das Gremium, wie erwartet, zustimmt, können die beiden Büros mit der Detailplanung beginnen.“

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